Natürliche Hormontherapie

Bei der Natürlichen Hormontherapie werden dem Körper nach exakter Labordiagnostik naturidentische Hormone in physiologischer Dosierung zugeführt.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist dieses Vorgehen in der Medizin schon lange etabliert und bewährt.

Die größte Rolle in der Natürlichen Hormontherapie spielt die Gabe von naturidentischem Progesteron, dem „Gelbkörperhormon".

 

Erfahren sie mehr zu folgenden Punkten:


Progesteron – ein sehr wichtiges Hormon, dessen Bedeutung unterschätzt wird

Natürliches Progesteron wird aus Diosgenin, das man z. B. in der Wilden Yamswurzel findet, gewonnen und im Labor durch einfache chemische Umwandlungen in die bioidentische Struktur des körpereigenen Progesterons gebracht.

 Ein Mangel an Progesteron ist sehr häufig und kann in einer Speichelprobe laborchemisch nachgewiesen werden. Das Wissen um die Folgen eines Progesteron-Mangels ist bisher auch unter Ärzten sehr wenig bekannt.

 Die allgemein verbreitete Meinung, der Östradiol-Mangel sei Ursache für die Wechseljahrsbeschwerden, ist nicht ganz richtig. Neuere Untersuchungen (Dr. med. John Lee, Natürliches Progesteron- ein bemerkenswertes Hormon) zeigen, dass Progesteron-Mangel bei klimakterischen Beschwerden die Hauptrolle spielt.

 

Progesteron hat vielfältige positive Wirkungen bei Frauen und auch bei Männern. Progesteron kann:

 

·         die Vitalität bei Erschöpfung und chronischer Müdigkeit stärken,

·         psychisch ausgleichend wirken und bei depressiver Stimmung helfen

·         die Konzentrationsfähigkeit verbessern

·         bei Schlafstörungen, innerer Unruhe und auch bei Ängsten helfen

·         Beschwerden der Wechseljahre –auch Hitzewallungen- lindern

·         bei Kopfschmerzen helfen

·         gegen entzündliche Zustände wie Hautausschläge und Gelenkschmerzen helfen

·         die Schilddrüsenfunktion verbessern

·         die Gewichtsabnahme unterstützen

·         Knochen aufbauen und deshalb Osteoporose vorbeugen und bessern

·         vor Brustkrebs und Gebärmutterkrebs schützen

·         Beschwerden vor (PMS) und während der Regel lindern

·         Libido und Fruchtbarkeit erhöhen

·         bei Zysten in Brust und Eierstöcken und bei Myomen helfen

Das naturidentische Progesteron kann dem Körper in Salbenform zugeführt werden.

 

Es hat im Gegensatz zu künstlichen Hormonen (Gestagenen und Progestinen) so gut wie keine unerwünschten Wirkungen.


Östradiol - nicht ganz harmlos und meist im Verhältnis zu Progesteron zu „dominant“

In der üblichen Hormonersatztherapie werden meist Präparate gegeben, die Östrogene und Gestagene (Progesteron-ähnliche künstliche Hormone) enthalten.

 

Östradiol wird in seltenen Fällen und zeitlich begrenzt auch in der Natürlichen Hormontherapie eingesetzt:  z.B. bei stark ausgeprägten Hitzewallungen und gleichzeitig laborchemisch nachgewiesenem Östradiol-Mangel.

 

Östradiol ist nicht unbedenklich:

Es fördert bei Krebs die Zellteilung.

 

 

Östradiol führt zu vermehrter Wassereinlagerung und erhöht das Risiko an ernsten Gefäßkomplikationen wie: Thrombose, Embolie, Herzinfarkt und Schlaganfall.


Östrogendominanz – kaum bekannt und doch die Hauptursache für Wechseljahrsbeschwerden

Die Beschwerden rund um die Wechseljahre haben ihre Ursache meist nicht im Östrogen-Mangel (dieser Irrtum ist bis jetzt die gängige Lehrmeinung) sondern in der Östrogendominanz.

Östrogendominanz heißt, dass im Verhältnis zu Progesteron zu viel Östrogen vorhanden ist. 

Da Progesteron-Mangel sehr häufig ist, kommt auch die Östrogendominanz sehr häufig vor. Wenn dann –wie meist üblich- Hormonersatztherapie mit Östrogenen durchgeführt wird, verstärken sich die Beschwerden und gesundheitlichen Risiken.

Nach Jahrzehnte langer Beobachtung von Dr. John Lee sollten die Progesteronwerte 100 bis 300 mal höher sein wie die Östradiolwerte.

 

Östrogendominanz kann folgende Beschwerden und Erkrankungen zur Folge haben:

 

·         Mastopathie

·         Myome

·         erhöhtes Risiko für Krebs an Gebärmutterhals und Brust

·         vermehrte Wassereinlagerung, Ödeme

·         Erschöpfung

·         verminderte Konzentrations- und Denkfähigkeit

·         Schwindel

·         Gewichtszunahme

·         erhöhtes Risiko für ernste Gefäßkomplikationen wie Thrombose, Embolie, Herzinfarkt und Schlaganfall

·         Gelenk- und Muskelschmerzen

·         Schilddrüsen-Funktionsstörungen

·         innere Unruhe, Panikattacken, Schlafstörungen

·         erhöhte Neigung für Allergien und Autoimmunerkrankungen

 

Die Therapie der Östrogendominanz besteht in der Gabe von naturidentischem Progesteron.


Östriol – “das harmlose Schleimhaut-Östrogen“

Östriol ist ein Hormon, das zur Befeuchtung und Gesunderhaltung aller Schleimhäute beiträgt.

Östriol kann deshalb positive Wirkung zeigen bei:

 

·         Mundtrockenheit, Trockenheit im Rachen, Heiserkeit

·         trockene Nasenschleimhaut

·         trockene und brennende Augen

·         trockene Vaginalschleimhaut

·         Verstopfung (bei trockener Darmschleimhaut)

·         Reizblase und Blasenschwäche

·         Hitzewallungen


Testosteron - das „männliche Hormon“, das auch bei Frauen eine große Rolle für die Leistungsfähigkeit spielt

Bei deutlich erniedrigten Testosteronwerten und erheblicher Erschöpfungssymptomatik und Libido- bzw. Potenzstörungen wird in der Natürlichen Hormontherapie für begrenzte Zeit auch Testosteron in Salbenform zugeführt. Dabei sind meist deutlich niedrigere Dosierungen wirksam und ausreichend als in der Schulmedizin üblich.

 

 

Der bevorzugte Weg der Therapie bei Testosteronmangel ist die Gabe der Vorstufen-Substanzen Progesteron und DHEA, falls diese laborchemisch nachweisbar erniedrigt sind.


DHEA - das noch relativ unbekannte Nebennierenhormon für erhöhte Vitalität

DHEA (= Dehydroepiandrosteron) wird in der Nebenniere gebildet und ist eine Vorläufersubstanz für Östrogene, Testosteron und Cortison.

DHEA kann auch:

 

·         die Vitalität und Muskelkraft erhöhen

·         die Gedächtnisleistung fördern

·         den Schlaf verbessern

·         die Knochen stabilisieren

·         erhöht die Immunabwehr

·         die Fettverbrennung und damit die Gewichtabnahme fördern

·         Libido und Potenz erhöhen

 

 

DHEA wird in der Natürlichen Hormontherapie in Kapselform eingesetzt, wenn die Laborwerte deutlich erniedrigt sind, ein Testosteronmangel vorliegt und deutliche Symptome einer Erschöpfung und eines Libido- und / oder Potenzmangels bestehen.


Anleitung zur Anwendung der Progesteron-Creme

 

Dosierung

 

Die übliche Dosierung liegt je nach Beschwerden und Laborbefund  bei 20 bis 120 mg Progesteron pro Tag.

Bei der üblichen Verordnung einer 3%igen Progesteron-Creme enthält 1 Gramm Creme 30 mg Progesteron.

Die für Sie optimale Dosierung ist auf Ihrem Rezept angegeben.

1 Gramm Creme entspricht einem 5 cm langen Salbenstrang (bei einer üblichen Salbentube mit einem Salbenstrang-Durchmesser von ca. 4 mm).

 

Wo und wann soll die Salbe aufgetragen werden?

Bitte tragen Sie die verordnete Salbenmenge bevorzugt auf folgenden Hautstellen auf:

Innenseite der Unterarme, Dekollete, Schultern, Innenseite der Unterschenkel.

Bei Regelschmerzen lindert das Auftragen der Salbe direkt über dem schmerzhaften Bereich am Unterbauch.

Das Auftragen im Gesicht kann kosmetisch Wirkung haben, indem es einer Faltenbildung vorbeugt.

Zu empfehlen ist eine Aufteilung der Tagesdosis auf eine morgendliche und eine abendliche Gabe.

Die abendliche Gabe kann Schlaf fördernd wirken.

 

Wie wird die Progesteron-Creme angewendet?

Bei Frauen nach der Menopause (die also keine Regelblutung mehr haben):

Tragen Sie die ersten 4 Wochen nach Therapiebeginn täglich Progesteron-Creme auf.

Für die weitere Therapie wird jeden Monat eine einwöchige Therapiepause empfohlen.

Damit diese Pause nicht vergessen wird, ist es hilfreich, jeweils am 1. eines Monats für eine Woche zu pausieren.

 

Bei Frauen, die eine Regelblutung haben:

Tragen Sie die Progesteron-Creme in der 2. Zyklushälfte (also nach dem Eisprung) auf. Meist beginnt die 2. Zyklushäfte vom 14. bis 16. Tag. Falls Sie Ihren Eisprung spüren, richten Sie sich bitte danach.

Bei Einsetzen der Regel bitte Pause mit der Progesteron-Creme

Ausnahmen: Bei Regelschmerzen lindert das Auftragen der Progesteron-Creme direkt über dem schmerzhaften Bereich am Unterbauch. 

Bei sehr starker Regelblutung die Progesteron-Creme hochdosiert weiter auftragen

 

Eine Kontrolle des Hormonspeicheltests ist 2 bis 3 Monate nach Therapiebeginn zu empfehlen.

 

Wechselwirkungen

Eine Progesteron-Therapie bei gleichzeitiger Anwendung einer hormonellen Verhütungsmethode (Pille, Hormonspirale, „3-Monatsspritze“, NuvaRing) ist nicht sinnvoll.

 

Wie ist Progesteron-Salbe aufzubewahren?

Nicht über 25° C lagern. Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

 

Progesteron-Creme ist verschreibungspflichtig.